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Die andere Seite der Medaille: Jobcenter-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs

Mit der Feststellung der Unrechtmäßigkeit der Jobcenter stehen nun in diesen Einrichtungen viele Jobs auf dem Spiel. Die meisten Mitarbeiter haben befristete Verträge und wissen ab spätestens Ende 2010 nicht, wie es mit ihnen weitergehen wird.

In den Argen ist die Stimmung unter den Mitarbeitern schlecht, wer kann, geht. Aber viele können nicht und sind mit ihrer Situation unzufrieden. Die meisten Sachbearbeiter und Berater sind von anderen Behörden entliehen, eigene Angestellte haben die Jobcenter nicht. Das wiederum führt dazu, dass nicht alle Mitarbeiter den gleichen Lohn erhalten.

Wird bis zum 31.12.2010 keine Lösung für sie gefunden, werden viele von ihnen auf der anderen Seite des Schreibtisches sitzen. Das frustriert und demotiviert, zumal keine Besserung in Sicht ist. Gerade wurde die Reform der Jobcenter, die die SPD beantragt hatte, abgelehnt. Fatalerweise verlassen besonders die gut Qualifizierten die Jobcenter, sobald sich ihnen eine lukrativere und sicherere Stelle anbietet.

Diejenigen, die jetzt im Zuge der Wirtschaftskrise ihren Job verlieren, werden größtenteils im nächsten Jahr Kunden der Jobcenter, wenn sie keinen neuen Job bekommen. Ausgerechnet in dem Jahr, von dem alle am wenigsten wissen wie es weitergehen wird. Bleibt zu hoffen, dass der Politik sehr bald eine praktikable Lösung einfällt und nicht Wahlkampf auf Kosten anderer gemacht wird.


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2 Kommentare to “Die andere Seite der Medaille: Jobcenter-Mitarbeiter bangen um ihre Jobs”

  1. Tobias Says:

    Schon krass, gerade jetzt und in den nächsten Monaten wäre doch ein gesteigerter Bedarf an Beratung / Weiterbildung usw. zu erwarten…

  2. Samuel Moos Says:

    Ach, da sehe ich gar kein Problem.

    Die entlassenen Mitarbeiter werden schon neue Jobs finden, wenn sie sich genügend bemühen!

    Wenn nicht müssen sie sich einfach nur mehr anstrengen, andere haben ja auch Arbeit…

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