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BA-Vorstand Alt findet Hartz IV-Sätze für Jugendliche zu hoch

Das Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit (BA), Heinrich Alt, plädiert dafür, die Regelsätze im Arbeitslosengeld II-Bezug für Jugendliche bis 25 Jahren zu senken. Es könne nicht sein, dass jemand im Hartz IV-Bezug mehr Geld zur Verfügung habe als jemand, der morgens aufsteht und einer Lehrstelle oder regulären Arbeit nachgeht. Damit würden falsche Impulse gesetzt.

„Wenn die Sätze auf Dauer für alleinlebende Jugendliche ohne Gegenleistung gezahlt werden, sind sie zu hoch im Vergleich zu Auszubildenden“, sagte Alt der Rheinischen Post in Düsseldorf. „Wir brauchen ein vernünftiges Verhältnis zwischen denen, die wenig verdienen und Steuern zahlen, und denen, die ein Transfereinkommen beziehen“, so Alt weiter. So könne der Eindruck entstehen, dass Nicht-Arbeit lohnenswerter sei als einer regelmäßigen Beschäftigung nachzugehen.

Ende Janur hatte das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass der Reglsatz für Kinder unter 14 Jahren verfassungswidrig ist, weil die Regelung über 60 Prozent des Erwachsenen-Regelsatzes nicht ausreichend begründet wurde. Ãœber die Höhe sei damit ausdrücklich nicht entschieden worden, ließen die Richter des BVG in Kassel verlautbaren.


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5 Kommentare to “BA-Vorstand Alt findet Hartz IV-Sätze für Jugendliche zu hoch”

  1. Fokko Says:

    Es ist überhaupt eine Frechheit, einfach so zu tun, als wenn jeder einen Job finden könnte. Ãœber die Hintergründe der Abreitslosigkeit und darüber, was sich wirklich ändern müsste, steht heut einiges in meinem Blog:

    http://selbstversorger-blog.over-blog.de/article-27390067.html

    Fokko

  2. Johannes Says:

    @ Fokko:

    Recht magst du haben, jedoch wenn ich mal nichts besseres zu tun habe, schaue ich in meine Flimmerkiste und sehe in vielen TV-Sendungen, wie so manch ein Jugendlicher als Berufswunsch „arbeitslos“ angibt. Diesem Trend muss entgegengewirkt werden, nur wie und wie man zu wirklich job-suchenden differenziert, ist eine andere Frage, die sich wohl so schnell noch nicht beantworten lässt.

  3. Korwisi Says:

    Statt die Regelsätze für junge Menschen zu senken, sollte lieber ein Mindestlohn für Auszubildende erhöht werden. So schafft man Anreize – nicht umgekehrt!

  4. Martha Says:

    So wie der Trend in Deutschland weit verbreitet ist, ist es in arbeitslos zu sein, als Jugendlicher. Allerdings sind überall schwarze Schafe zu finden auch b ei der Jugend von heute, aber zur Beruhigung nicht alle sind so! Es gibt auch anständige die gerne arbeiten würden!

  5. Claudia Says:

    Auf jeden Fall gibt es genügend Jugendliche die arbeiten wollen aber keine Arbeit finden, weil mittlerweile in vielen Teile Deutschlands wirklich Gegenden entstanden sind wo es NICHTS gibt. Wie soll ein 17 Jähriger ohne einen CENT in der Tasche mal eben so 800 KM weiter ins teure München ziehen, „nur“ weils da Arbeit gibt?

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