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Arge Bonn erteilt den Beiständen von Antragstellern Hausverbot

Die Arge in Bonn hat am 06.02. mehrere Antragsteller auf ALG II und ihre Beistände vom Erwerbslosen Forum des Hauses verwiesen. Es wurden mehrere Hausverbote ausgesprochen. Die Beistände hatten die Antragsteller begleitet, um zu erreichen, dass ihnen sofort Geld ausgezahlt wird, denn die Behörde verschleppt zum Teil seit Monaten die Bearbeitung und Bewilligung.

Nach den Erfahrungen des Erwerbslosen Forums Deutschland sind die zuständigen Behörden oftmals sehr viel kooperativer, wenn ein rechtskundiger Beistand den Antragsteller begleite. Einer der Antragsteller vom vergangenen Freitag war ein junger Mann, der bereits seit Mitte November auf seine Leistungen wartet und immer wieder mit vermeintlich fehlenden Dokumenten abgewimmelt wird, obwohl er diese bereits mehrfach eingereicht hat. Er wurde wiederholt auf seinen Abgabetermin Ende Februar hingewiesen, obwohl eine Behörde rechtlich gesehen keinen Antrag ablehnen darf.

Das Erwerbslosen Forum Deutschland merkte hierzu an, dass sich die Behörden einmal klar darüber werden sollten, dass Menschen im Hartz IV-Bezug in der Regel nicht über finanzielle Reserven verfügen und daher auf die zügige Bearbeitung ihrer Anträge angewiesen sind.

Martin Behrsing, Sprecher des Erwerbslosen Forums, sagte zum Vorwurf der Arge, die Antragsteller und ihre Beistände wären auf Streit aus gewesen: „Wenn wir Menschen zur ARGE begleiten, machen wir dies bestimmt nicht als eine bewusste Provokation gegen die ARGE, sondern weil es unerträglich ist, wenn Menschen wochenlang hingehalten werden und sich in furchtbaren Notlagen befinden. Aufgabe einer Behörde ist es, sofort Hilfe zu gewähren und nicht abzuwimmeln.“

Derzeit plant das Forum einen seiner „großen Zahltage“ in Bonn. Hierbei werden Argen mit 100 oder mehr Menschen besetzt, um so eine sofortige Auszahlumg der ihnen zustehenden Leistungen zu bewirken.

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4 Kommentare to “Arge Bonn erteilt den Beiständen von Antragstellern Hausverbot”

  1. Marc Says:

    Also die Idee ist wirklich richtig gut und unterstützungswürdig, wie ich finde. Aber ich glaube auch, dass man hier erst einmal bei den Argen für mehr Verständnis sorgen muss. Würden die Arge-Mitarbeiter unter solchen Problemen leiden, da wäre sofort Hilfe da und bei den wirklich notleidenden Menschen schert man sich einen Dreck darum? Ich glaube es nicht, dass dann auch noch der rechtliche Beistand des Hauses verwiesen wird, das ist wieder mal so typisch deutsch, einfach zum Brechen.

  2. karsten Says:

    Wenn ich mir vorstelle, daß ich vielleicht nach 20 Jahren meinen Arbeitsplatz verliere und dann auf dieses Geld angewiesen bin, da wird mir schlecht. Da muß man sich fühlen wie der letzte Mensch. Man wird ständig vertröstet und wenn man dann mit einem Beistand kommt, wird man rausgeschmissen. Ich bezahle jeden Monat pünklich Arbeitlosen Geld und dann kann ich wohl auch erwarten, daß ich pünktlich das bekomme was mir zusteht! Oder??

  3. Detlef Hylsky Says:

    Aber das ist doch nicht neues das die ARGEN immer wieder bemüht sind den Emfängern das leben so schwer wie möglich zu machen das geht aus der ein oder anderen Dienstanweisungen hervor.
    Die ARGE Witzenhausen im Werra-Meißner Kreis zum beispiel war schon mit mehren Hilfeemfängern vor dem Sozialgericht wegen Heizkosten nachzahlung.
    Sie schaffen es immer wieder das es zum Vergleich kommt damit kein urteil vom Sozialgericht vorliegt und jeder Hilfeemfänger erst mal klagen muß.
    Die Leistungabteilung der ARGE Witzenhausen tut so als mußten sie alles was sie genehmigen vom eigenen konto bezahlen.

    WÄHLT WAS IHR WOLLT!! NUR NICHT!!!! APD UND DIE GRÜNEN DIESE UNSOZIALEN SCHWEINE HABEN ÜBER NACHT MILLIONEN MENSCHEN ARM UND ÄRMER GEMACHT

  4. Zwillingsfrau Says:

    Letzte Woche Donnerstag war ich bei der ARGE Neukölln gewesen, weil diese Behördenrindviecher es noch immer nicht geschafft hatten mir meine Leistung für den Monat September zu berechne und zu überweisen. Jedenfalls konnte ich anhand meiner Kontoauszüge belegen, dass ich keine 10€ mehr drauf habe und Geld brauche. Der Mitarbeiter beglückwünschte mich erstmal dazu, dass ich so ordentlich meine Unterlagen beisammen hätte, was nicht bei jeden Bittsteller der Fall wäre, dann griff er zum Telefon, machte eine Meldung zu meiner Situation und meinte dann, das bis zum Mittwoch der kommenden Woche, also morgen das Geld drauf sein sollte. Auf meine Forderung, mir mein Geld in bar auszuzahlen wurde mit keiner Silbe eingegangen. Daher sage ich nochmal, das ich nicht in gut einer Woche Geld bräuchte, sondern sofort. Er könne nichts für mich tun und ich sein kein Notfall. Wenn ich ein Kind hätte, dann wäre es was anderes, aber so….. Dann fragte er noch, ob ich ein normales Dispokonto oder ein Guthabenkonto hätte und als ich sagte, es wäre ein Dispo war die Antwort: Na bitte, sie haben doch dann Geld. Der Dispo ist doch da, wenn man mal welches braucht….. Ehrlich, ich hätte diesen Kerl sowas von was aufs Maul schlagen können

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