Scharfe Kritik an 1-Euro-Jobs für Übergewichtige in Flensburg
Eigentlich hatte es das Jobcenter in Flensburg nicht böse gemeint, ganz im Gegenteil. 18 Hartz IV- Empfängern hatte es den Bau eines Fitnessparcours im Wald als 1-Euro-Job zugewiesen. Allein: die Begründung sorgt für Kritik.
Denn die 18 wären durch ihre Leibesfülle auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt und die körperliche Aktivität würde ihnen beim Abnehmen helfen. Das wäre gut für alle und würde den Empfehlungen des Arztes entsprechen. Denn das “Fit durch Arbeit”-Programm wird auch mit Ernährungsberatung und echtem Training begleitet.
Dafür gab es massive Schelte vom Erwerbslosen-Forum Deutschland. Die Leibesfülle ihrer Kunden sei nicht Angelegenheit der Jobcenter, sondern von Rehabilitationsträgern. Der Pressesprecher des Forums, Martin Behrsing, sagte hierzu laut “Welt Online“: Die Ärzte müssten sich fragen lassen„ob dies mit ihrer beruflichen Ethik zusammenpasst, wenn Billigstarbeit nun das Allheilmittel für gesundheitliche Probleme sein soll“.
Aus eigener Erfahrung kann ich diesen Standpunkt nicht ganz nachvollziehen. Eine Ernährungsberatung und Fitnesstraining konnte ich mir zu Hartz IV-Zeiten nicht leisten. Ich hätte mich diesem Programm auch freiwillig angeschlossen.
Wie denken Sie darüber? Schreiben Sie einen Kommentar oder eine E-Mail: juliane@hartz-iv-blog.de
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Februar 16th, 2009 at 10:38
Also meiner Meinung nach grenzt das schon an Beleidigung für diejenigen unter uns, die keine Modelmaße haben!
Natürlich hat man es als übergewichtige Person nicht ganz einfach auf dem Arbeitsmarkt und ich kann durchaus verstehen, dass Ärzte an die Gesundheit denken, aber das Ganze als “man kann nur durch körperliche Arbeit abnehmen” abzutun, ist übertrieben. Es sollte von den Jobcentern nicht aufgezwungen werden!