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Kommunal-Kombi kommt ab Januar 2008

Mit dem neuen Kombilohn-Modell, welches Bundesarbeitsminister Franz Müntefering gestern dem Kabinett vorstellte, will die Bundesregierung in den nächsten zwei Jahren in Ostdeutschland, Berlin und einigen Regionen West-Deutschlands ca. 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen. Das neue Kombilohn-Modell wird sich „Kommunal-Kombi“ schimpfen. Der Kommunal-Kombi kann nur von solchen Regionen in Anspruch genommen werden, in denen zwischen August 2006 und April 2007 mindestens eine Arbeitslosenquote von 15 Prozent verzeichnet wurde. Starten wird der neue Kommunal-Kombi voraussichtlich im Januar 2008.

Und so sieht er aus der Kommunal-Kombi:

  1. Der Bund will die Hälfte des Bruttolohns übernehmen, wenn die Kommunen neue Stellen für Langzeitarbeitslose schaffen.
  2. Die neuen Arbeitsplätze müssen auf drei Jahre angelegt sein.
  3. Die Langzeitarbeitslosen müssen mindestens zwei Jahre ALGII bezogen haben.
  4. Die neuen Arbeitsplätze müssen sozialversicherungspflichtig sein.
  5. Die Arbeitszeit soll ca. 30 Std. pro Woche betragen.
  6. Förderung des Bundes auf 500 Euro mtl. begrenzt
  7. Es dürfen nur solche Jobs geschaffen werden die im allgemeinen Interesse liegen und keine anderen Arbeitsplätze vernichten.
  8. Die neuen Jobs dürfen für Handwerker und gwerbliche Unternehmen keine Konkurrenz darstellen.

Irgendwie kommt mir das doch alles bekannt vor. Das hört sich doch verdächtig nach Bürgerarbeit an. In Bad-Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt wurde diesbezüglich ja ein Modell-Projekt gestartet, welches daraufhin auch großen Anklang gefunden hat. Nun also übernimmt die Politik das Konzept der Bürgerarbeit und benennt das Kind einfach in Kommunal-Kombi um.


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4 Kommentare to “Kommunal-Kombi kommt ab Januar 2008”

  1. » Kommunal-Kombi Says:

    […] sich Müntefering es sich genau vorgestellt hatte, kann man auch im Hartz-4-Blog nachlesen: 1. Der Bund will die Hälfte des Bruttolohns übernehmen, wenn die Kommunen neue Stellen […]

  2. Harrtmut Slomski Says:

    Inzwischen schreiben wir November 2008 und was ist daraus geworden? Wer glaubt sowas denn? Welches Interesse sollten denn SPD, CDU, CSU, Grüne oder FDP haben HartzIV-Opfer wieder in Arbeit zu bringen. Diesen Parteien geht es doch um Wählerstimmen, doch sie werden natürlich von HartzIV-Opfern nicht mehr gewählt. Daran ändert sich doch nichts, wenn diese wieder Arbeit haben! wer einmal unter HartzIV gelitten hat und trotzdem noch bei klarem Verstand geblieben ist wird doch wohl nie wieder SPD, CDU, CSU, Grüne oder FDP wählen! HartzIV-Opfer werden natürlich auch dann, wenn sie wieder Arbeit haben, weiterhin DIE LINKE, NPD oder DVU wählen. Und wenn sie wieder Arbeit haben, dann werden sie doch in den Betrieben ihre neuen Arbeitskollegen die wahren Zustände in Bezug auf HartzIV erkl#ären. Also besteht doch die Gefahr, dass einige von denen dann auch nicht mehr SPD, CDU, CSU, Grüne oder FDP, sondern stattdessen DIE LINKE, NPD oder DVU wählen. Und da man dies natürlich seitens der neoliberal-glbalkapitalistischen Blockparteien SPD, CDU, CSU, Grüne und FDP verhindern möchte, hat man seitens dieser Parteien doch sogar ein Interesse HarftzIV-Opfer systematisch vom Arbeitrsmarkt fernzuhalten!
    Und wie sieht es mit den Gewerkschaften aus? Noch immer sind viele Funktionäre beim DGB Mitglied bei der SPD oder den Grünen, doch einige inzwischen auch bei den Linken. Doch da die Funktionäre, welche Mitglied bei der SPD oder bei den Grünen sind, Probleme mit den Linken haben, möchten sie natürlich ebenfalls HartzIV-Opfer aus den Betrieben (und erst recht aus den Betriebsräten) fernhalten, um zu verhinderrn, dass bisherige HartzIV-Opfer Wahlwerbung für DIE LINKE machen oder, wenn diese dort Mitglied sind, die Betriebe von weiteren Linken unterwandert werden!

  3. EIWELEIT » Blog Archive » Kommunal-Kombi Says:

    […] sich Müntefering es sich genau vorgestellt hatte, kann man auch im Hartz-4-Blog nachlesen: 1. Der Bund will die Hälfte des Bruttolohns übernehmen, wenn die Kommunen neue Stellen […]

  4. Die Milower Kleiderkammer hat nur noch einen Notbetrieb bei Bützer-Blog Says:

    […] ist ein kommunaler Kombilohn? Hier wird es schon interessanter und der Hartz IV Blog hat den Begriff gut erklärt. Zusammengefaßt ist dies ein Lohnmodell für […]

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