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erste Zeitarbeits-Filiale in Agentur für Arbeit eröffnet

Die erste Zeitarbeits-Filiale ist in der Geschäftstelle der Agentur für Arbeit in Ludwigsburg eröffnet worden. Das hat mit einem Kooperationsvertrag der Bundesagentur für Arbeit mit den 15 größten Zeitarbeitsfirmen in Deutschland, welcher am 25. April unterschrieben wurde, zu tun. In der Pressemitteilung der Trenkwalder Personaldienste, die Firma welche die Zeitarbeits-Filiale betreibt heisst es:

Durch die engere Zusammenarbeit sollen die Potenziale der Zeitarbeit als eine der Branchen, in denen momentan die meisten Arbeitsplätze entstehen, genutzt werden.

Wenn Firmen die Dienste von Zeitarbeitsfirmen in Anspruch nehmen, aus Gründen die klar auf der Hand liegen, man bindet sich keine Mitarbeiter langfristig ans Bein, Kosten können besser kalkuliert, Kündigungsfristen gibt es defakto nicht werden usw., ist es doch kein Wunder, dass Zeitarbeit eine der Branchen ist, in der die meisten Arbeitsplätze entstehen. Arbeitsplätze die schlecht bezahlt sind, oftmals so schlecht, das es noch nicht mal zum leben reicht. Auf solche Arbeitsplätze kann getrost verzichtet werden. Und jetzt wird dieses Prinzip der weiteren Verbilligung von Arbeitsplätzen auch noch unter dem Dach der Arbeitsagentur praktiziert. Hurra!


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2 Kommentare to “erste Zeitarbeits-Filiale in Agentur für Arbeit eröffnet”

  1. Hartmut Slomski Says:

    Die Zusammenarbeit der HartzIV-Behörden mit den Zeitarbeitsfirmen hat natürlich seinen Grund. Sie erhalten die Zeitarbeitsfirmen erstmal nach Bedarf billige Arbeitskräfte, können sie jedoch innerhalb kürzester Zeit wieder loswerden. Und hiervon wird ausgiebig Gebrauch gemacht. Die eingestellten HartzIV-Opfer sind nämlich in der Regel nach ein paar Tagen wieder draußen! Und dies hat seinen Grund: Die Zeitarbeitsfirmen sind von den CDU/CSU-nahen „christlichen“ Pseudogewerkschaften unterwandert. Sofern HartzIV-Opfer jedoch Gewerkschaftsmitglieder sind, dann in der Regel bei DGB-Gewerkschaften. Bereits deshalb will man sie natürlich nicht längerfristig in der Firma haben. Doch bis zu ihrer Entlassung werden sie ja erstmal in Fremdfirmen geschickt, haben also wenig Kontakt mit dem Stammpersonal der Zeitarbeitsfirma. Doch da die Mitarbeiter in den Fremdfirmen die wahren Zustände in Bezug auf HartzIV in der Regel nicht kennen und deshalb noch immer überwiegend SPD, CDU, CSU, Grüne oder FDP wählen, während diese fünf neoliberal-globalkapitalistischen Blockparteien natürlich für HartzIV-Opfer nicht mehr wählbar sind, betreiben HartzIV-Opfer dort natürlich Aufklärung über HartzIV. Und da HartzIV-Opfer selbst entweder DIE LINke oder NPD bzw. DVU wählen, eventuell sogar selbst in einer dieser Parteien Mitglied sind, wird es in den Fremdfirmen natürlich nicht gerne gesehen, wenn die Leiharbeiter dort sogar auch noch Wahlwerbung für ihre Parteien machen. Da in den Fremdfirmen die Betriebsratsmitglieder in der Regel DGB-Gewerkschaftler sind und meistens der SPD oder den Grünen nahe stehen, wird dies natürlich von denen erst recht nicht gerne gesehen. Also wird versucht die Leiharbeiter loszuwerden, von der Leiharbeitsfirma andere zu bekommen. Und dann beginnt dies von Neuem! Innerhalb kürzester Zeit hat man dann in der Leiharbeitsfirma deshalb für die bisherigen Leiharbeiter keine Verwendung mehr, fordert deshalb neue an. Und so geht das dannn immer weiter! Und die Leiharbeitsfirmen profitieren natürlich davon! Doch die HartzIV-Opfer sind völlig chancenlos auf Dauer einen Job zu bekommen! Das ist also ein perfide ausgeklügeltes System!

  2. Internetagentur Says:

    Ich muss Herr Slomski zustimmen. Besonder der Start als Selbstständiger aus Hartz4 ist sehr schwer geworden.

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