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Gewaltausbruch zum Frankfurter Opernball

Frankfurt, die Stadt des Geldes (und der Drogen) in Deutschland. Dort feiert sich die selbst ernannte Prominenz beim jährlichen Opernball. Unter dem schönen Moto „Das Leben ist schön – es lebe das Leben“.

Welch ein schöner Spruch. Für Menschen die in Rausch und Brausch (sagt man das so?) leben, ist das ein passender Spruch. Nur leider finden die 3 Millionen Arbeitslosen das gar nicht lustig. Auch nicht die Demonstration gegen Sozialkürzungen vor Ort. Die riefen „Her mit dem schönen Leben“. Genau, her damit. Fakt ist doch das eine kleine Elite auf Kosten der Mehrheit Reich geworden ist. Sie kürzen Lohne, verlagern Arbeitsplätze in die Dritte Welt usw., das kennt man nun schon zu genüge. Diese Menschen ohne soziales Gewissen feiern das Leben. Sie sollten das Teilen lernen. Wer gibt ist selig, sagen die Christen. Das haben sie von Ihren Eltern wohl nicht gelernt. Aber egal, da bezahlt man schon mal gern pro Karte zwischen 130 und 655 Euro. Das ist doch nix für diese Gesellschaft.

Die Demonstration gegen Sozialkürzungen wollte sich an diesem Tag gehör verschaffen. Die Antwort der Polizei waren 100 bis 120 Festnahmen.

Leute, Leute. Es wird der Tag kommen, da werden alle Polizeikräfte nicht ausreichen. Die Armen, Benachteiligten werden sich das holen, was Ihnen ihrer Meinung zu steht. Das wird nicht mehr Lustig sein.

Hier noch ein Link zu einem Video von einer Gruppe der Demonstranten. Ich bin wirklich kein Fan von diesen Radikalen. Aber schaut es Euch selbst an.


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3 Kommentare to “Gewaltausbruch zum Frankfurter Opernball”

  1. Jan Says:

    >Die Demonstration gegen Sozialkürzungen wollte sich an diesem Tag gehör verschaffen. Die Antwort der Polizei waren 100 bis 120 Festnahmen.

    Sie sind ja ganz offensichtlich nicht festgenommen worden, weil sie sich „Gehör verschaffen“ wollten – es waren Gewalttäter und bei aller Wut, die diejenigen gehabt haben mögen: Gewalt als Mittel politischer Meinungsäußerung ist verachtenswert und gehört unterbunden.

    Ich denke nicht, dass es etwas mit mangelndem sozialen Gewissen zu tun hat, wenn Menschen für relativ viel Geld irgendwelchen Vergnügungen nachgehen wollen. Es gibt Millionen Menschen, die jedes Jahr für 1000 Euro in den Urlaub fahren, statt diese zum Beispiel einfach einem Bettler in den Hut zu werfen – ist das irgendwie sozialer?

    Wer gut verdient zahlt in aller Regel auch erheblich höhere Steuern als ein „Normalverdiener“. Klar gibt es Ausnahmen, schon weil das Steuersystem an sich schon viele Ausnahmen zulässt – aber tendentiell ist es doch so. Ich denke, damit tragen gut verdienende Menschen schon ihren Teil dazu bei und auch das ist eine Form der Solidarität – sie könnten nämlich auch einfach, wie so viele, in irgendwelche Steuerparadiese ziehen.

  2. Manne Says:

    Naja, teilweise gebe ich Dir recht.Aber ich kann immer wieder erkennen, das den „Reiche“ es völlig egal ist was mit dem Rest der Menscheit passiert. Macht und Geld erteilen dem Besitzer auch eine große Verantwortung.Diese nehmen in Deutschland immer weniger war.Es geht nur noch um Rendite, nicht um Menschen.

    Manne

  3. Jan Says:

    Ich kann erkennen, dass es auch nur extrem wenige „Normalverdiener“ (oder drunter) gibt, die sich dafür interessieren was mit „Reichen“ passiert.

    Es gibt reiche Arschlöcher. Und es gibt arme Arschlöcher. Es gibt in beiden Gruppen aber auch ganz normale Menschen – und oft werden trotzdem alle über einen Kamm geschert. Wer reich ist ist für diese Demonstranten offenbar schon aus Prinzip ein Arschloch, dem man am liebsten ordentlich eins in die Fresse hauen möchte.

    Das hat nichts mit politischer Auseinandersetzung zu tun, das ist plumpe Gewaltgeilheit, für die vernünftige Menschen kein bisschen Toleranz übrig haben sollten.

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