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Hartz IV – Drohgebärden des Staates

Hallo liebe Blogfreunde,

nun geht es weiter. Da wollen wir mal schauen was der Gesetzgeber uns noch so geschenkt hat.

Man möchte die Hartz IV Empfängern nicht nur perfekt überwachen ,nein sie sollen auch Angst vor Sanktionen bekommen. Verweigert ein Hartz IV Empfänger eine zumutbare Arbeit (das kann ja alles sein), werden die Leistungen sofort für 3 Monate um 30% gekürzt. Verweigert sich der Hartz IVler danach erneut, kann dies zur kompletten Streichung der Leistung führen.

Wow.

Die Drohgebärden des Staates werden immer größer. Und immer skrupelloser. Wie kann der Staat sich anmaßen jemand komplett die Stütze zu streichen, wenn er doch über Jahre hinweg Steuern gezahlt hat. Wozu zahlt man denn Ãœberhaupt noch Steuern wenn im Fall des Falles, nach Gutdünken eines Beamten, kein Pfennig zurück bekommt?

Was passiert denn mit den Leuten die gar kein Geld mehr bekommen?

Die Frage kann sich wohl jeder selbst beantworten. Der Soziale Frieden wird dann aus dem Gleichgewicht fallen. Das scheint die Herrn Politiker nicht zu interessieren. Die Idioten sollen uns Vertreten und nicht zu Verbrechen machen. Erst wird Arbeit so teuer gemacht, das es sich kaum noch lohnt malochen zu gehen. Dann wird man in Armut und Kriminalität getrieben. Der Witz der ganzen Sache ist aber, dass die Arbeitsagentur ja gar keine Jobs hat. Was wollen die uns denn anbieten? Wahrscheinlich sind es 1 Euro Jobs. Da freut sich die Wirtschaft wieder. Es ist ein ewiger Kreislauf von Schwachsinn.

Gott helfe uns.


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3 Kommentare to “Hartz IV – Drohgebärden des Staates”

  1. Daniel Says:

    Hi…
    Nachdem ich mir mal son bischen deinen Blog angesehen hab, konnte ich mir einen Kommentar dazu echt nich verkneifen… Also was hier so geschildert wird hört sich im ersten Moment vielleicht schrecklich ungerecht an, aber wenn man die Sache mal von einem anderen Blickwinkel betrachtet wird vielleicht klar, warum es das gar nicht ist. Meiner Meinung ist ein Sozialstaat ok in gewissen Grenzen, aber das was hier in Deutschland abläuft, kann auf die Dauer nicht gut gehen und es war doch klar, dass sich über kurz oder lang was ändern musste. Wenn jemand nicht arbeiten möchte, hat er meiner Meinung auch keinen Anspruch auf Unterstützung. Natürlich sollte man eine bestimmte Frist, z.B wenn der jenige Steuern gezahlt hat, einräumen und solange Unterstützung leisten, doch wenn dann die Möglichkeit zur Arbeit ausgeschlagen wird, denke ich, dass man sowas nicht zu unterstützen hat. Dies wäre dann nämlich sozial ungerecht gegenüber allen Steuerzahlern. Und anders als mit Drohungen, kann man es einigen Leuten wahrscheinlich nicht klar machen, dass man nicht nur den ganzen Tag rumgammeln kann und darauf zu warten, dass ein Unternehmen anklingelt und sagt:“ Hey… dich haben wir gesucht… hier ein 3000€ netto-Job“. So verblendet kann man nicht sein.

    Hmm… du sprichst 1-Euro-Jobs an.. klar sind das Dinge, die einem als Arbeitsloser bestimmt keinen Spass machen und mit Sicherheit auch demütigend sind, allerdings sind auch das Arbeiten, die… naja zum Teil ihren Sinn haben. Man sollte froh sein, dass der Staat überhaupt etwas in diese Richtung unternimmt. In anderen Ländern ist das mit Sicherheit nicht so angenehm. Man sollte da wirklich mal über den Tellerrand schauen; dann wird man feststellen, dass es den Arbeitslosen / H4-Empfängern immer noch besser geht, als anderswo.

    Ich verstehe wohl, dass viele auch nicht freiwillig in diese Lage geraten, aber dann sollte man versuchen etwas an seiner Lage zu ändern und nicht auf alles zu meckern, was der Staat umsetzt. Ich denke mal da fehlt einem (auch mir) der Ãœberblick zu. Klar ist es natürlich immer unangenehm, wenn der Staat an das Geld der Bürger geht, vor allem das des sog. „Normalbürgers“, doch die stellen nunmal den grössten Anteil unserer Bevölkerung… daher ist es auch die einzige Möglichkeit wirklich etwas zu bewegen. Ich bin Student und freue mich mit Sicherheit auch nicht über die Studiengebühren, doch wenn diese sinnvoll verwendet wird, kann ich das wohl, wenn auch nicht besonders glücklich nachvollziehen.

    Naja… genug gequatscht

    PS: Gott kann dabei auch nicht mehr helfen 😉
    Und nicht böse sein… ist nur meine Meinung; und die muss ja nicht jeder vertreten^^

  2. Inga Says:

    Hallo,
    jetzt muß ich aber ebenfalls mal meinen Senf dazugeben.
    In den bald 4 Jahren in denen ich dem Staat auf der Tasche liege habe ich lediglich 1! Angebot für eine Stelle von der ARGE erhalten. Berwebungen schreibe ich wirklich mehr als genug, selbst Bewerbungsgespräche habe ich ab und zu. Nebenbei habe ich einen 400€ Job und wie alle wissen bleiben mir davon nur 160€, muß aber auch davon meine Fahrtkosten bestreiten und benötige auch Arbeitskleidung die ich davon ebenfalls finanzieren muß. Soweit so gut, es langt mit Ach und Krach zum Leben. Bin schon soweit das ich mich auf jeden Schwachsinn bewerbe nur um aus diesem Kreislauf heraus zu kommen.
    Es ist frustrierend wenn man mit 42 zu alt für die angebotene Arbeit ist. Aber wie man sich vom Amt und der arbeitenden Menschheit behandeln lassen muß ist der größere Hammer!! Wir ALII-Empfänger sind KEINE Menschen 2. Klasse!! Die meisten wollen arbeiten und nur weil es einige Sozialschmarotzer gibt sind nicht alle faul!
    Und, bei aller Liebe, in meinen Augen gibt es sehr wohl Arbeitsstellen die man mit gutem Gewissen ausschlagen darf, muß und kann!! Manche Sachen sind nämlich wirklich nicht zumutbar.
    Und was den sozialen Frieden betrifft……. den gibt es schon seit einiger Zeit nicht mehr. So wie ich die Sache sehe wird unser Staat lansam aber sicher an die Wand gefahren. Wenn der Staat ein „normales“ Unternehmen wäre, hätte man die Verantwortlichen schon lange inhaftiert.
    Wünsche noch einen schönen Abend;-)

  3. Kinder Says:

    Also, ich muss mich Inga anschließen: der Staat wäre sich schon in Insolvenz geraten, wenn er wie ein normales Unternehmen agieren müßte. Und so, wie er sich jetzt verhält, schickt er seine Menschen in die Armut bzw. hilft ihnen nicht ausreichend, sich vor Armut zu schützen. Die Hartz 4 Regelsätze sind entschieden zu gering. Ich habe 3 Kinder zu erziehen. Am „nomalen“ Gemeinschftsleben können wir jedenfalls nicht teilnehmen. Traurig – aber wahr. Und ich wehre mich entschieden dagegen, als Abzockerin betrachtet zu werden. Hartz 4 kann jeden treffen – und mich hat es getroffen.

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