Hartz IV » Arbeitslosenleben » Hartz IV und Sozialkontakte

Hartz IV und Sozialkontakte

Hallo meine Freunde,

heute ist Sonntag. Das ist auch für einen Dauerarbeitslosen noch eine Freude.

Die Stadt wird ruhiger und angenehmer. Wenn da nicht die Menschen wären.

Als gebeutelter Hartz IV Empfänger möchte man den ganzen Scheiß mal vergessen. Aber Pustekuchen. Das Gift der Propaganda hat jetzt alle Klassen und Schichten erreicht. So auch meinem Bekannten. Bei jedem gemütlichem Beisammensein kommt irgendwann das Thema; Hartz IV. Und dann geht es los. Es wird geschimpft, gehetzt, verleumdet und alle dummen Klischees der Medien munter nachgeplappert. Ja, meine Freunde, als Hartz IV Empfänger ist man ein Sozialschmarotzer. Ein Untermensch zwischen den arbeitenden Ãœbermenschen. Wer Arbeit hat ist gut ! Wer nicht, ist ein Schädling, ein Volksschädling. Komisch ist es nur, das gerade die sich Aufregen, die selbst kaum etwas in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben. So wie mein Bekannter. Aber als zukünftiger Kleinunternehmer wird erstmal vorsorglich gehetzt.

Ach liebe Leute, dann bleib ich lieber zu Haus und verzichte auf saftige Steaks vom Grill. Die Volksseele ist beschädigt. Deutsches Volk, was macht man mit Dir. Das Böse leistet gute Arbeit. Wenn das Volk sich selbst zerfleischt, braucht sich die Geldverteilereinsteck-Elite keine Sorgen machen. Das hat bis jetzt immer funktioniert. Alles beim Alten. Na dann guten Sonntag.


letzte Artikel


8 Kommentare to “Hartz IV und Sozialkontakte”

  1. ein Bekannter Says:

    Ich denke das man dies nicht so pauschalieren darf. Sicherlich sind Menschen die sich in einer sozialen Notlage befinden und dazu zähle ich Hartz4 Empfänger nicht alle Sozialschmarozer.

    Wie soll man aber Menschen nennen die sich in der sozialen Hängematte auf Kosten der Allgemeinheit ausruhen? Sicherlich, der Staat gibt nun auch gar keine Anreize um arbeiten zu gehen. Warum sollte ein Hartz4 Empfänger Arbeit, zumeist noch nicht mal eine angenehme, annehmen wenn er ohne diese Arbeit am Monatsende genauso viel oder mehr in der Tasche hat. Ist doch logisch, das würde ich auch nicht tun. Also wie soll man diese Leute nennen? Ãœberlebenskünstler oder Sozialschmarozer? Ihr seht allein eine einseitige Pauschalierung hilft hier nicht weiter.

    Vielleicht drücke ich es so aus. Leute die von diesem System profitieren sollten vielleicht auch einmal vom moralischen Standpunkt ausgehen und bereit sein dem System etwas zurückzugeben. Das heisst ja nicht das man gleich jede Arbeit, egal wie schlecht bezahlt sie auch ist, annehmen muss. Nein, aber das heisst auch nicht, dass man immer wieder versucht das System auszutricksen bis von dem System nichts mehr übrig bleibt. Und genau das passiert wenn es so weiter geht.

    Ich denke es gibt in diesem System mehr Berechtigte als Bedürftigte. Und da liegt der Haken. Solange es der Staat nicht versteht zwischen Berechtigten und Bedürftigten richtig zu unterscheiden wird sich dieses System munter weiter runterwirtschaften. Und die sogenannten Sozialschmarozer, die also die von dem System am meisten profitieren schaffen sich ihre soziale Hängematte mit der Zeit selber ab.

    Also bleib zu Hause und verzichte auf saftige Staeks vom Grill solange es noch geht. Ich wünsch dir noch einen schönen Sonnatg und eine ruhige (Arbeits)Woche.

  2. Peter Says:

    Hallo Manfred.

    Ich habe mal eben Deine ersten 4 Artikel gelesen und habe das Gefühl, dass da jemand seinen Frust loswerden möchte. Auf der einen Seite kann ich Menschen wie Dich sehr gut verstehen. Der Staat stellt Leistungen zur Verfügung und beschwert sich später, wenn es Menschen gibt, die diese Leistungen auch in Anspruch nehmen. Da es aber Menschen gibt, die wirklich auf diese Leistungen angewiesen sind und WIR uns ja „Sozialstaat“ nennen, kann er jetzt nicht einfach alles rückgängig machen. Statt dessen versucht er alles zu verbessern und das Ergebnis ist meist schlimmer als vorher.
    Auf der anderen Seite würde ich mir wünschen, dass Du anstelle immer nur zu jammern, auch mal einen Vernünftigen Vorschlag zur Verbesserung der Lage machst. Jammern ist einfach. Vor allem, wenn es um den Staat geht. Schreib doch mal ein paar Artikel über Deine erfolglosen Versuche, einen neuen Job zu bekommen. Am besten nennst Du uns auch gleich mal alle Unternehmen, welche sich weigern, Menschen wie Dich eizustellen. Vielleicht kann man die Fehler im System auch an Ihnen ausmachen.
    Abschließend möchte ich noch etwas zu Deiner Anmerkung mit dem „Onkel Adolf“ sagen. Du kannst Dir ja auch den guten Onkel Erich herbeisehnen. Er hatte für jeden einen Job, Kindergartenplatz u.s.w.. Man konnte sich seinen Job zwar nicht aussuchen, aber es Bestand die Möglichkeit, falls man spezielle Zusatzdienste für den Staat und die Partei erfüllte, einen durchaus besseren Job zu erhalten. Das manche Menschen aber für diesen Job nicht im geringsten geeignet waren, war dem Staat egal. Haupsache es war ein „Freund“ in den Entscheidungsträger Positionen.
    Das solls jetzt aber erst einmal gewesen sein. Ich wünsche Dir eine angenehme Woche, schlaf gut aus und viel Glück bei Deiner Jobsuche.

    Peter

  3. eve Says:

    Antwort an ‚den Bekannten‘

    Die Betrachtungsweise Hartz4-Empfänger nicht zu pauschalisieren, aber hervorzuheben, dass es eben doch ‚Sozial-Schmarotzer gibt die sich in einer ’sozialen Hängematte‘ zur Ruhe legen, kann ich bestenfalls als ‚psuedo-tolerant‘ bezeichnen.

    Wir haben in Deutschland ca. 5 mio offizielle Arbeitslose. Da aber jeder, der in einem 1-Euro-Job steckt, in einer Weiterbildungsmassnahme, länger krank ist, oder aus anderen Gründen als ’nicht vermittelbar‘ angesehen wird, dürfte die wahre Anuzahl wesentlich höher liegen. Man kann gut und gerne von 7-8 Mio ausgehen.

    Diesen Arbeisseuchenden stehen in etwa 0.5 mio offene Stellen gegenüber.

    Es liegt also in der Natur der Sache, dass es UNMÖGLICH ist, dieses Heer an Arbeitslosen zu beschäftigen. Selbst dann nicht, wenn die Arbeitslosen sich maximal flexibel und arbeitswillig verhalten würden.

    Darum frage ich:
    Weshalb soll man Menschen, die nicht arbeiten wollen, einfach in Ruhe lassen und ihnen ein über die öffentlichen Kassen gestützes lebenswertes Leben lassen? Es ist doch unsinnig, Jemanden zu zwingen etwas zu tun, was er nicht tun will, während ein Anderer eventuell sehr viel interressierter an dieser Tätigeit sein mag!

    Es ist zwingend nötig, sich von der alten Vorstellung ‚wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen‘ zu trennen. Die Technik nimmt uns immer mehr Arbeit – und das ist gut so. Schlecht ist, dass das die redutzierte Arbeit nun von immer weniger Menschen zu immer geringerem Einfkomen geleistet wird. Die Gewinne, die sich daraus ergeben, werden von einigen wenigen Gesellschaften bzw. Personen angehäuft. die Zahl der (wenigen) Multi-Milliardäre steigt, während die Masse der Menschen immer weniger zur Verfügung hat. Der nötige finanzielle Ausgleich kann nur von staatlicher Seite erfolgen. Das ‚Bürgergeld‘ wäre ein Schritt in die richtige Richtung (Link Bürgergeld Universität Ulm: http://www.uni-ulm.de/~hpelzer/BG/Text/Titel.html )

    -eve

  4. Manne Says:

    Hallo eve,

    ich kann Dir nur ganz und gar zustimmen. Die Gesellschaft ändert sich, Strukturen werden durch Neue ersetzt. Nur unsere Politiker erzählen uns immer die gleiche Sosse. Arbeit an Sich muß neu definiert werden und somit auch die Entlohnung. Das heutige System kann gar keine Vollbeschäftigung schaffen und will es auch gar nicht. Das ganze System basiert auf Druck, Konkurenz und einer materilistischen Anschauung. In der Natur könnte sowas überhaupt nicht existieren. Aber genug. Soll doch der Bekannte man sein Senf dazu geben.

    Manne

  5. ein Bekannter Says:

    Hallo Eve,

    bezeichne diese Haltung doch als pseudo-tolerant. Tatsache ist das nicht jeder der keine Arbeit bekommt sich gleichermaßen anstrengt welche zu bekommen. Und das dies nicht die richtige Einstellung ist, ist meine persönliche Meinung. Es kann durchaus richtig sein das die tatsächliche Anzahl der Erwerbslosen höher als 5Millionen liegt. Wie du aber auf die Zahl 0.5 Millionen offene Stellen kommst bleibt mir verborgen. Gibt es dazu offizielle Quellen?

    Du sprichst es ja selber an: „Weshalb soll man Menschen die nicht arbeiten wollen nicht einfach in Ruhe lassen?“ , Menschen die nicht arbeiten wollen sind in meinen Augen Sozialschmarozer,wenn sie sich ihr Leben selbstverständlich finanzieren lassen, denn das Geld für Ihr Leben müssen andere erstmal hart erwirtschaften. Deine Idee eines lebenswerten Dasein durch Unterstützung der öffentlichen Kassen ist ja sehr lobenswert, doch solange der Staat Unternehmen immer mehr entlastet obwohl diese Megagewinne einfahren und dem normalen Bürger immer neue Zumutungen aufbürdet ist diese Idee reine Utopie.

    Ich trenne mich auch gerne von der Vorstellung ‘wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen’ wenn, wie du schon sagst dieses Essen nicht durch den gemeinen Bürger sondern durch die Unternehmen oder Multimillionäre aufgebracht wird.

    Doch solange diese Ungerechtigkeit besteht, muss ich dir leider sagen finde ich es sehr unfähr von Leuten die nicht arbeiten wollen sich ihr Leben, durch die wenigen die noch Arbeit haben, bezahlen zu lassen. Und wenn man deine Vorstellung mal weiterdenkt bleiben irgendwann alle zu Hause und dann? – leben wir von Luft und Liebe? oder verpflichten wir die Unternehmen die ja dann vielleicht ja gar keine Mitarbeiter mehr benötigen, da sie durch Technik ersetzt wurden uns alle zu finanzieren? Es ist ja richtig – Autos kaufen keine Autos, doch bei der Weiterführung deiner Idee wären wir im Kommunismus. Denn das Geld der Unternehmen ist nicht gleich auch das Geld aller.

    Ich denke die einzige Möglichkeit dahin zu kommen das man selber nicht mehr arbeiten muss besteht darin, dass man sich einfach an den Unternehmen beteiligt und schon ist man auch an der Gewinnausschüttung beteiligt, vielleicht reicht das dann zum leben.

  6. Manne Says:

    Zitat: Ich denke die einzige Möglichkeit dahin zu kommen das man selber nicht mehr arbeiten muss besteht darin, dass man sich einfach an den Unternehmen beteiligt und schon ist man auch an der Gewinnausschüttung beteiligt, vielleicht reicht das dann zum leben. Zitat Ende.

    Ja klar. Kauft alle Aktien und Fonds. Dann geht es nur noch Rendite. Toller Turbo Kapitalismus. Nein Danke „Bekannter“.

    Manne

  7. sozi Says:

    Sozialschmarotzer wat dat?

    so dann wirds mal zeit das wir uns den Begriff Sozialschmarotzer mit seiner Definition betrachten:

    http://kamelopedia.mormo.org/index.php/Sozialschmarotzer

  8. Athur 34 Says:

    Der Staat besteht selber aus lauter Schmarotzern!
    Wieso soll man das nicht nachmachen ??
    Die Politiker haben immer höhere Einkommen, nur das Volk ist
    so Blöd und macht 1 Eurojobs etc….

    Lasst euch mal alle von der Propaganda mitziehen.
    Am Ende wird eh der als erstes entlassen, welcher sich für seinen
    Betrieb am weitesten den Arsch aufgerissen hat.

schreib ein Kommentar